10. August

Dipl.-Ing. Michael Seemann – Benannte Stelle Interoperabilität Bahnsysteme beim Eisenbahn-Bundesamt
Die Zugfahrt eines EuroCity von Verona nach München unter dem Aspekt der Interoperabilität im europäischen Eisenbahnverkehr

„Nach Artikel 23 Abs. 1 der europäischen Richtlinie 2001/16/EG und der diese ergänzenden „Technische Spezifikationen für die Interoperabilität für das Teilsystem „Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung“ (TSI OPE) müssen alle für den Triebfahrzeugführer wesentlichen betrieblichen Anweisungen in einem Dokument oder elektronischen Datenträger zusammengefasst werden. Dieses „Regelbuch für Triebfahrzeugführer“ wird als „Triebfahrzeugführerheft“ (Tf-Heft) bezeichnet.“
(Quelle: DB-Richtlinie – Triebfahrzeugführerheft – 418.1100 Seite 1 Absatz 1 auszugsweise)

Seit mehr als 15 Jahren finden sich in den einschlägigen TSI’en Formulierungen wie oben. Soll das System Eisenbahn nun wirklich mit anderen Verkehrsträgern und deren Entwicklung Schritt halten, wäre eine Standortbestimmung sicher hilfreich, um weitere Verbesserungspotentiale hinsichtlich einer höheren Effizienz aufzuzeigen. In dem Vortrag wird versucht, anhand einer grenzüberschreitenden Zugfahrt im EuroCity-Verkehr zwischen Italien, Österreich und Deutschland, die technischen und betrieblichen Abläufe darzustellen und kritisch zu würdigen.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Siefer – Leiter des Instituts für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb an der Technischen Universität Braunschweig
Taktangebote im Fernverkehr – Konsequenzen für Fahrpläne und das Angebot im Schienenverkehr

Taktverkehre im Nahverkehr sind inzwischen fast selbstverständlich. Was bedeutet es, wenn dieses Konzept auf den Fernverkehr übertragen wird? Wie funktioniert die Durchgängigkeit vom Fern- zum Nahverkehr bzw. umgekehrt? Können die vorhandenen Neubaustrecken in diese Konzepte integriert werden? Wie lange wird es dauern, bis entsprechende Konzepte umgesetzt werden?